Nicorette Lutschtabletten Freshmint 2mg 80 Stück
Indikation
- Behandlung der Tabakabhängigkeit bei Rauchern (>18 Jahre)
durch Linderung der Nicotinentzugssymptome und des Rauchverlangens
- Behandlungsziel: dauerhafte Aufgabe des Rauchens
- Anwendung vorzugsweise in Verbindung mit einem unterstützenden Verhaltensprogramm
- Dieses Arzneimittel wird zur Linderung von Entzugserscheinungen und Verringerung des Verlangens nach Nicotin angewendet. Beides kann bei Ihnen auftreten, wenn Sie versuchen, das Rauchen gleich ganz aufzugeben oder zunächst versuchen, die Anzahl der von Ihnen gerauchten Zigaretten zu verringern. Die Behandlung ist für erwachsene Raucher ab 18 Jahren bestimmt.
- Das Präparat ist für Raucher mit einer geringen Tabakabhängigkeit geeignet, z.B. Raucher, die ihre erste Zigarette mehr als 30 Minuten nach dem Aufwachen rauchen oder weniger als 20 Zigaretten pro Tag rauchen.
- Dieses Arzneimittel kann Sie dabei unterstützen, das Rauchen sofort völlig aufzugeben oder zunächst weniger zu rauchen, bevor Sie ganz mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie glauben, dass Sie gleich ganz mit dem Rauchen aufhören können, sollten Sie dies tun. Wenn Sie jedoch meinen, dass das ein zu großer Schritt ist, möchten Sie vielleicht als ersten Schritt zunächst die Anzahl der von Ihnen gerauchten Zigaretten verringern, bevor Sie mit dem Rauchen ganz aufhören.
- Das Präparat lindert die Nicotinentzugserscheinungen einschließlich des Rauchverlangens, d. h. die Beschwerden, die beim Einstellen des Rauchens auftreten. Wenn Ihr Körper plötzlich kein Nicotin mehr aus dem Tabak erhält, können bei Ihnen unangenehme Empfindungen auftreten, die als Entzugserscheinungen bezeichnet werden. Dazu gehören Reizbarkeit, Zorn, gedrückte Stimmung, Angst, Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen, gesteigerter Appetit oder Gewichtszunahme, Rauchverlangen, nächtliches Erwachen oder Schlafstörungen. Das Nicotin in dem Präparat kann dazu beitragen, diese unangenehmen Empfindungen und das Rauchverlangen zu lindern oder ganz zu verhindern.
- Um Ihre Chancen der Raucherentwöhnung zu erhöhen, sollten Sie zusätzlich Rat und Unterstützung einholen.
Indikationszusatz
Nicotin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Nicotin
- darf nicht von Nichtrauchern angewendet werden
- Kinder < 18 Jahre
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nicotin oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind.
- wenn Sie unter 12 Jahre alt sind.
- wenn Sie nie geraucht haben.
Anwendungshinweise
- allgemein
- Dosisstärke der zu verwendenden Lutschtablette abhängig von individuellen Rauchgewohnheiten
- Erwachsene
- Lutschtabletten mit 2 mg Nicotin geeignet für Raucher mit
niedriger Tabakabhängigkeit, z.B.
- Raucher, die ihre erste Zigarette mehr als 30 min nach dem Aufwachen rauchen
- Raucher, die bis zu 20 Zigaretten / Tag rauchen
- Behandlungsdauer
- Anwendung maximal 9 Monate
- bei weiterhin bestehendem Abhängigkeitsgefühl: Konsultation eines Arztes oder Apothekers
- Verbesserung der Erfolgsrate durch beratende und unterstützende Verhaltenstherapie
- Lutschtabletten mit 2 mg Nicotin geeignet für Raucher mit
niedriger Tabakabhängigkeit, z.B.
- Raucherentwöhnung mit sofortigem Rauchstopp
- Anwender sollen während Behandlung alles versuchen um Rauchen vollständig aufzugeben
- Verwendung der Lutschtabletten, wenn Drang zum Rauchen besteht
- tägliche Anwendung einer ausreichenden Anzahl an Lutschtabletten
- i.d.R. 8 - 12 Lutschtabletten
- maximal 15 Lutschtabletten / Tag
- empfohlene Dauer der Anwendung: 6 Wochen (um Rauchgewohnheit zu durchbrechen)
- anschließend: langsame Reduktion der Anzahl angewendeter Lutschtabletten / Tag
- Beendigung der Behandlung, wenn Tagesverbrauch 1 - 2 Lutschtabletten
- bei Wiederauftreten von starkem Rauchverlangen Anwendung von jeweils einer Lutschtablette, daher nicht gebrauchte Lutschtabletten aufbewahren
- Rauchreduktion mit anschließendem Rauchstopp (für Raucher, die
nicht bereit oder in der Lage sind, das Rauchen sofort aufzugeben)
- Anwendung einer Lutschtablette zwischen den Rauchepisoden um Rauchverlangen zu lindern und rauchfreie Phasen zu verlängern
- Behandlungsziel: so oft wie möglich auf Rauchen verzichten
- Anzahl der angewendeten Lutschtabletten / Tag abhängig von individuellen Bedürfnissen
- maximal 15 Lutschtabletten / Tag
- falls nach 6 Wochen Anwendung keine Verrringerung der gerauchten Zigaretten / Tag, Konsultation eines Arztes
- Versuch der vollständigen Aufgabe des Rauchens, sobald sich Raucher bereit fühlt, jedoch nicht später als 6 Monate nach Beginn der Behandlung
- ansonsten: Konsultation eines Arztes
- sobald Reduktion der täglich konsumierten Zigaretten / Tag gelungen und sich Raucher in der Lage zur vollständigen Aufgabe des Rauchens fühlt, Verringerung der Anzahl der angewendeten Lutschtabletten / Tag bis zur Beendigung der Behandlung (siehe oben)
- Kinder und Jugendliche
- Jugendliche 12 -17 Jahre: Anwendung nur auf Verordnung eines Arztes
- Wirksamkeit und Sicherheit nicht untersucht
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
- Anwendung kontraindiziert
- Personen, die nie geraucht haben
- Anwendung kontraindiziert
- Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren dürfen das Präparat nicht ohne ärztliche Verordnung anwenden.
- Die Hinweise zur Anwendung des Arzneimittels richten sich
danach, ob Sie:
- (a) das Rauchen sofort einstellen
- (b) das Rauchen allmählich einstellen
- (a) Raucherentwöhnung mit sofortigem Rauchstopp
- Ziel ist es, das Rauchen sofort aufzugeben und die Lutschtablette zu verwenden, um das Rauchverlangen zu verringern.
- Erwachsene ab 18 Jahren
- Beginnen Sie mit der Anwendung von 8 bis 12 Lutschtabletten pro Tag. Wann immer Sie Drang zum Rauchen verspüren, sollten Sie eine Lutschtablette in den Mund legen und sich auflösen lassen.
- Wenden Sie die Lutschtabletten so bis zu 6 Wochen an und verringern Sie dann allmählich die Anzahl der Lutschtabletten, die Sie pro Tag anwenden.
- Sobald Sie nur noch 1 oder 2 Lutschtabletten pro Tag benötigen, sollten Sie die Anwendung ganz beenden. Danach können Sie gelegentlich noch ein heftiges Verlangen nach einer Zigarette verspüren. Falls dies geschieht, können Sie wieder eine Lutschtablette anwenden.
- (b) Rauchreduktion mit anschließendem Rauchstopp
- Ziel ist es, allmählich einige Ihrer Zigaretten durch eine Lutschtablette zu ersetzen. Wenn dies gelungen ist, können Sie dann mit Hilfe der Lutschtabletten ganz auf Ihre Zigaretten verzichten. Schließlich geben Sie auch die Anwendung der Lutschtabletten auf.
- Erwachsene ab 18 Jahren
- Wenn Sie ein starkes Rauchverlangen verspüren, wenden Sie statt einer Zigarette eine Lutschtablette an, um Ihr Verlangen zu stillen. Verringern Sie die Anzahl der Zigaretten, die Sie pro Tag rauchen, so weit wie möglich. Wenn Sie nach 6 Wochen die Anzahl der von Ihnen pro Tag gerauchten Zigaretten nicht verringern konnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
- Sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen, sollten Sie das Rauchen ganz einstellen. Befolgen Sie dabei die oben genannten Hinweise für den sofortigen Rauchstopp. Tun Sie dies sobald wie möglich. Falls Ihr Versuch, das Rauchen vollständig aufzugeben, innerhalb von 6 Monaten nach Beginn der Anwendung dieses Arzneimittels nicht erfolgreich war, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
- Überschreiten Sie nicht die angegebene Dosis. Befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig und wenden Sie nicht mehr als 15 Lutschtabletten an einem Tag (24 Stunden) an.
- Personen unter 18 Jahren dürfen dieses Arzneimittel nicht ohne ärztliche Verordnung anwenden.
- Jugendliche ab 12 Jahren dürfen das Arzneimittel nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren
- Kinder unter 12 Jahren dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden.
- Wenden Sie nicht mehr als 15 Lutschtabletten pro Tag an. Wenn Sie das Gefühl haben, das Arzneimittel insgesamt länger als 9 Monate zu benötigen, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen.
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
- Wenn Sie zu viele Lutschtabletten angewendet haben, kann es bei Ihnen zu Beschwerden kommen, die jenen ähnlich sind, die bei starkem Rauchen auftreten: Blässe, kalter Schweiß, Übelkeit, vermehrter Speichelfluss, brennendes Gefühl im Hals, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Hör- und Sehstörungen, Zittern, geistige Verwirrtheit und Schwäche.
- Zu einer Überdosierung von Nicotin kann es kommen, wenn Sie gleichzeitig rauchen und das Präparat anwenden.
- Bei sehr hohen Dosen können zu den oben beschriebenen Beschwerden noch Blutdruckabfall, schwacher und unregelmäßiger Puls, Atembeschwerden, sehr starke Müdigkeit, Kreislaufkollaps und Krampfanfälle hinzukommen.
- Suchen Sie umgehend einen Arzt oder die Notaufnahme Ihres nächstgelegenen Krankenhauses auf, wenn bei Ihnen solche Wirkungen auftreten. Nehmen Sie die Gebrauchsinformation und die Packung der Lutschtabletten mit.
- Die Lutschtabletten sind nicht geeignet für Kinder unter 12 Jahren oder für Personen, die nie geraucht haben. Wenn die Lutschtabletten von Kindern oder Personen, die nie geraucht haben, angewendet werden, kann es zu Anzeichen einer Nicotinüberdosierung kommen. Wenn ein Kind dieses Arzneimittel angewendet hat, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf. Nicotindosen, die von erwachsenen Rauchern vertragen werden, können bei kleinen Kindern schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die tödlich verlaufen können.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nutzung erweitert
- Lutschtabletten zur Anwendung in der Mundhöhle
- Lutschtablette in den Mund legen und sich auflösen lassen
- bis zur vollständigen Auflösung (Dauer ca. 16 - 19 Min) Lutschtablette von Zeit zu Zeit von einer Seite der Mundhöhle zur anderen schieben
- Lutschtablette nicht kauen oder im Ganzen schlucken
- während Verweildauer der Lutschtablette im Mund nichts essen und trinken
- Wenn Sie eine Lutschtablette im Mund haben, sollten Sie nicht essen oder trinken.
- Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung in der Mundhöhle bestimmt. Es wird in den Mund gelegt, wo es sich auflöst und dabei Nicotin abgibt, das über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen wird.
- Wenden Sie das Arzneimittel wie folgt an: Legen Sie eine Lutschtablette in Ihren Mund und schieben Sie sie von Zeit zu Zeit von einer Seite der Mundhöhle zur anderen, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Das dauert im Allgemeinen weniger als 20 Minuten. Sie dürfen die Lutschtablette nicht zerkauen oder im Ganzen schlucken.
Zusammensetzung
| W | Nicotin resinat | 11.11 mg |
| = | Nicotin | 2 mg |
| H | Acesulfam, Kaliumsalz | + |
| H | Cellulose, mikrokristallin | + |
| H | Hypromellose | + |
| H | Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] | + |
| H | Mannitol | + |
| H | Mica | + |
| = | Titan dioxid | + |
| H | Natrium carbonat | + |
| H | Pfefferminz Aroma | + |
| = | Arabisches Gummi | + |
| = | Pfefferminz Aroma | + |
| = | Menthol Aroma | + |
| = | Eucalyptus Aroma | + |
| H | Pfefferminz Aroma | + |
| = | Pfefferminz Aroma | + |
| = | Menthol Aroma | + |
| = | Eucalyptus Aroma | + |
| H | Polysorbat 80 | + |
| H | Sucralose | + |
| H | Titan dioxid | + |
| H | Xanthan gummi | + |
| H | Gesamt Natrium Ion | 1 mmol |
| = | Gesamt Natrium Ion | + |
W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff
Warnungen und Hinweise bei Schwangerschaft
Nicotin - intraoral
- bei schwangeren Frauen sollte immer eine vollständige Beendigung des Rauchens ohne die Anwendung einer Nicotinersatztherapie empfohlen werden
- falls dies bei sehr stark abhängigen schwangeren Raucherinnen
nicht gelingt, kann eine Raucherentwöhnung mittels
Nicotinersatztherapie dennoch empfehlenswert sein
- fetales Risiko wahrscheinlich niedriger als sie beim
Zigaretten- bzw. Tabakrauchen, infolge von
- niedrigerer maximaler Nicotinplasmakonzentration gegenüber Nicotininhalation
- fehlender zusätzlicher Exposition mit polyzyklischen Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid
- höheren Chancen, bis zum 3. Trimenon eine Raucherentwöhnung zu erzielen
- fetales Risiko wahrscheinlich niedriger als sie beim
Zigaretten- bzw. Tabakrauchen, infolge von
- Rauchen während des 3. Trimenons
- kann zu intrauterinen Wachstumsretardierungen oder, abhängig von der täglichen Tabakmenge, zu einer Frühgeburt oder sogar Totgeburt führen
- Tabakentwöhnung mit oder ohne Nicotinersatztherapie sollte nicht alleine, sondern mit Hilfe eines medizinisch betreuten Entwöhnungsprogramms durchgeführt werden
- Nicotin im 3. Trimenon
- kann hämodynamische Wirkungen hervorrufen (wie z.B. Änderungen der fetalen Herzfrequenz), die den Fetus kurz vor der Geburt beeinträchtigen können
- nicotinhaltige Arzneimittel sollten ab dem 6. Schwangerschaftsmonat nur unter ärztlicher Überwachung von solchen Raucherinnen angewendet werden, denen ein Rauchstopp bis zum 3. Trimenon nicht gelang
- Frauen im gebärfähigen Alter / Verhütung bei Männern und Frauen
- Effekte einer therapeutischen Nicotinbehandlung sind unbekannt
- bisher keine spezifische Empfehlung zur Kontrazeption bei Frauen für erforderlich gehalten wird, besteht die umsichtigste Vorgehensweise für Frauen mit Kinderwunsch darin, weder zu rauchen noch eine Nicotinersatztherapie zu verwenden
- während das Rauchen negative Auswirkungen auf die männliche Zeugungsfähigkeit haben kann, gibt es keine Hinweise darauf, dass bei Männern unter Nicotinersatztherapie besondere kontrazeptive Maßnahmen erforderlich wären.
- Fertilität
- Rauchen erhöht bei Frauen und Männern das Risiko für Unfruchtbarkeit
- In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Nicotin beim Menschen die Spermienqualität beeinträchtigt
- bei Ratten wurden eine beeinträchtigte Spermienqualität und eine verminderte Fruchtbarkeit nachgewiesen
- Schwangerschaft
- Es ist sehr wichtig, während der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören, da Rauchen zu einem geringen Geburtsgewicht Ihres Babys oder zu einer Fehlgeburt führen kann. Am besten ist es, wenn Sie das Rauchen ohne Anwendung nicotinhaltiger Arzneimittel einstellen können. Falls Ihnen das nicht gelingt, sollten Sie das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Wenn Sie unter Schwangerschaftsübelkeit leiden, ist unter Umständen eine Behandlung mit Nicotin Pflaster geeigneter.
- Stillzeit
- Da Nicotin in die Muttermilch übergeht und Ihr Kind beeinträchtigen kann, sollten Sie das Arzneimittel während der Stillzeit nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Wenn Ihnen Ihr Arzt die Anwendung des Präparates empfohlen hat, sollten Sie die Lutschtablette unmittelbar nach dem Stillen und nicht in den letzten zwei Stunden vor dem Stillen anwenden.
Warnungen und Hinweise bei Schwangerschaften erweitert
Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.
Warnungen und Hinweise für die Stillzeit
Nicotin - intraoral
- Nicotin geht ungehindert in die Muttermilch über, in Mengen, die selbst in therapeutischen Dosen den Säugling beeinträchtigen können
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen
- Rauchen in der Stillzeit vermeiden
- falls ein Rauchverzicht nicht erreicht wurde, sollte Anwendung des Arzneimittels von stillenden Raucherinnen nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen
- im Falle einer Nicotinersatztherapie während der Stillzeit sollte das nicotinhaltige Arzneimittel nur nach dem Stillen angewendet werden, keinesfalls jedoch innerhalb von 2 Stunden vor dem Stillen
Warnungen und Hinweise für die Stillzeit erweitert
Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.
Wechselwirkungen
geringfügig
Nicotin /Cytisin
unbedeutend
Adenosin /Nicotin
- Bei Anwendung des Präparates mit anderen Arzneimitteln
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Einige chemische Stoffe im Tabakrauch können den Abbau von anderen Arzneimitteln im Körper beeinträchtigen. Wenn ein Raucher das Rauchen mit oder ohne diesem Präparat beendet, kann dies zu einem langsameren Abbau und als Folge zu einem Anstieg der Konzentrationen bestimmter Arzneimittel im Blut führen.
- Eine Anpassung der Dosis durch Ihren Arzt kann erforderlich sein, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen: Asthmamittel (Theophyllin, Salbutamol), Mittel zur Behandlung der Depression (Imipramin, Clomipramin, Fluvoxamin), Schmerzmittel (Pentazocin, Phenacetin), Mittel gegen Entzündung (Phenylbutazon), Mittel zur Behandlung der Demenz (Alzheimer-Krankheit (Tacrin)), Mittel zur Behandlung der Schizophrenie (Olanzapin, Clozapin), Mittel zur Behandlung von unregelmäßigem oder schnellem Herzschlag (Flecainid), Mittel gegen Zuckerkrankheit (Insulin), Mittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (Ropinirol) oder Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (Prazosin, Propranolol, Isoprenalin) oder Arzneimittel, die Coffein enthalten.
- Bei Anwendung des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln
und Getränken
- Während der Anwendung der Lutschtabletten dürfen Sie nicht essen oder trinken. Getränke, die ein saures Milieu im Mund verursachen, wie Kaffee, Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke können die Aufnahme von Nicotin vermindern. Um eine maximale Aufnahme des Nicotins zu erzielen, sollten diese Getränke bis zu 15 Minuten vor der Anwendung der Lutschtabletten gemieden werden.
Nebenwirkungen
Nicotin - intraoral
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnorme Träume
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vermehrte Tränensekretion
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzewallung
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Dyspepsie
- Schmerzen und Parästhesien des oralen Weichteilgewebes
- Stomatitis
- brennende Lippen
- Trockenheit in Mund und/oder Rachen
- vermehrter Speichelfluss
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Flatulenz
- Bauchschmerzen
- Diarrhö
- Abdominalschmerz
- Mundtrockenheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gingivitis
- Glossitis
- Aufstoßen
- Zahnfleischbluten
- Blasen und Abschilferung der Mundschleimhaut
- orale Paästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dysphagie
- Hypoästhesie im Mund
- Würgen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gastritis
- schmerzende Lippen
- Trockenheit im Rachen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen der Kiefermuskulatur (bei Anwendung einer Darreichungsform zum kauen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzklopfen / Palpitationen
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzarrhythmien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vorhofflimmern
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperhydrose
- Pruritus
- Hautausschlag
- Erythem
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen einschl.
- angioneurotisches Ödem
- anaphylaktische Reaktionen
- allergische Reaktionen einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schluckauf
- Reizung im Rachen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pharyngolaryngeale Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- Rhinorrhö
- Bronchospasmus
- Niesen
- Nasenverstopfung
- Dysphonie
- oropharyngeale Schmerzen
- Engegefühl im Hals
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung kann auch ein Herpes labialis auftreten, jedoch ist Zusammenhang mit der Nicotinbehandlung unklar
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brennen
- Fatique
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Beschwerden und Schmerzen im Brustbereich
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, kann dies Beschwerden wie
Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Husten und
grippeähnliche Symptome hervorrufen. Die Nebenwirkungen hängen im
Allgemeinen von der Dosis ab, die Sie anwenden. Symptome wie
Depression, Reizbarkeit, Angst, Ruhelosigkeit, gesteigerter Appetit
und Schlaflosigkeit können ebenfalls Entzugserscheinungen sein, die
mit dem Einstellen des Rauchens verbunden sind.
- Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 Behandelter von 10):
- Übelkeit, Reizungen von Mund/Rachen und Zunge
- Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 100):
- Husten, Halsentzündung
- Schwindel, Kopfschmerzen
- Reizbarkeit, Angst, Schlafstörungen einschließlich ungewöhnlicher Träume
- Erbrechen, Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Schluckauf, Sodbrennen, Verdauungsstörungen
- Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 1.000):
- Nervosität, Depression
- Herzklopfen (Palpitationen), beschleunigter Herzschlag
- Hautausschlag
- Erschöpfung, Unwohlsein, Schmerzen im Brustkorb
- Seltene Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 10.000):
- schneller und unregelmäßiger Herzschlag, der sich mit geeigneten Arzneimitteln behandeln lässt
- Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 Behandelter von
10.000):
- Überempfindlichkeit (einschließlich allergischer und anaphylaktischer Reaktionen), Schwellung von Gesicht und Mund (Angioödem)
- Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 Behandelter von 10):
- Wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen
bemerken, müssen Sie die Anwendung des Arzneimittels beenden und
umgehend einen Arzt aufsuchen, da sie Anzeichen einer schweren
Allergie sein können:
- Nesselausschlag (ein Hautzustand, der durch juckende, erhabene oder rote Flecken gekennzeichnet ist)
- Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen
- Atembeschwerden
- Schluckbeschwerden
- Die meisten Nebenwirkungen treten in der frühen Anwendungsphase auf. In den ersten Behandlungstagen kann es zu Reizungen in Mund und Rachen kommen, die jedoch bei den meisten Anwendern bei fortgesetzter Anwendung nachlassen.
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht aufgeführt sind.
Pflichtangaben
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt, oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
Bei uns haben Sie die Möglichkeit, rezeptfreie Arzneimittel und viele weitere Apotheken-Produkte bequem und sicher über das Internet zu bestellen. Unsere erfahrenen Apothekerinnen und Apotheker stehen Ihnen für entsprechende Beratungen gerne zur Verfügung – sei es per Telefon, E-Mail oder persönlich vor Ort.
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Zu Produktabbildungen:
Die dargestellten Produktbilder dienen der Veranschaulichung und können im Einzelfall von der tatsächlich gelieferten Ware abweichen. Insbesondere bei Modellwechsel, Nachfolgeartikeln oder Produktaktualisierungen kann es vorkommen, dass Abbildungen veraltete Versionen zeigen.
Nicorette freshmint 2 mg Lutschtabletten, gepresst
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Nicotin
1. Was sind Nicorette Lutschtabletten und wofür werden sie angewendet?
Dieses Arzneimittel wird zur Linderung von Entzugserscheinungen und Verringerung des
Verlangens nach Nicotin angewendet. Beides kann bei Ihnen auftreten, wenn Sie versuchen, das
Rauchen gleich ganz aufzugeben oder zunächst versuchen, die Anzahl der von Ihnen gerauchten
Zigaretten zu verringern. Die Behandlung ist für erwachsene Raucher ab 18 Jahren bestimmt.
Nicorette 2 mg Lutschtabletten sind für Raucher mit einer geringen Tabakabhängigkeit geeignet,
z. B. Raucher, die ihre erste Zigarette mehr als 30 Minuten nach dem Aufwachen rauchen oder
bis zu 20 Zigaretten pro Tag rauchen.
Dieses Arzneimittel kann Sie dabei unterstützen, das Rauchen sofort völlig aufzugeben oder
zunächst weniger zu rauchen, bevor Sie ganz mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie glauben,
dass Sie gleich ganz mit dem Rauchen aufhören können, sollten Sie dies tun. Wenn Sie jedoch
meinen, dass das ein zu großer Schritt ist, möchten Sie vielleicht als ersten Schritt zunächst die
Anzahl der von Ihnen gerauchten Zigaretten verringern, bevor Sie mit dem Rauchen ganz
aufhören. Für weitere Einzelheiten siehe Abschnitt 3 “Wie sind Nicorette Lutschtabletten
anzuwenden?”.
Nicorette Lutschtabletten lindern die Nicotinentzugserscheinungen einschließlich des
Rauchverlangens, d. h. die Beschwerden, die beim Einstellen des Rauchens auftreten. Wenn Ihr
Körper plötzlich kein Nicotin mehr aus dem Tabak erhält, können bei Ihnen unangenehme
Empfindungen auftreten, die als Entzugserscheinungen bezeichnet werden. Dazu gehören
Reizbarkeit, Zorn, gedrückte Stimmung, Angst, Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen,
gesteigerter Appetit oder Gewichtszunahme, Rauchverlangen, nächtliches Erwachen oder
Schlafstörungen. Das Nicotin in Nicorette Lutschtabletten kann dazu beitragen, diese
unangenehmen Empfindungen und das Rauchverlangen zu lindern oder ganz zu verhindern.
Um Ihre Chancen der Raucherentwöhnung zu erhöhen, sollten Sie zusätzlich Rat und
Unterstützung einholen.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Nicorette Lutschtabletten beachten?
Nicorette Lutschtabletten dürfen nicht angewendet werden,
• wenn Sie allergisch gegen Nicotin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen
Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
• wenn Sie unter 12 Jahre alt sind.
• wenn Sie nie geraucht haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden.
Möglicherweise können Sie Nicorette Lutschtabletten anwenden, müssen aber vorher mit Ihrem
Arzt Rücksprache halten,
• wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben.
• wenn Sie Schmerzen im Brustkorb (instabile Angina pectoris) oder Angina pectoris in
Ruhe haben.
• wenn Sie eine Herzerkrankung haben, die die Geschwindigkeit Ihres Herzschlags oder
Ihren Herzrhythmus beeinflusst (Arrhythmie).
• wenn Sie an Bluthochdruck leiden, der durch Arzneimittel nicht ausreichend eingestellt ist.
• wenn Sie jemals allergische Reaktionen hatten mit Schwellungen von Lippen, Gesicht und
Rachen (Angioödem) oder juckendem Hautausschlag (Urtikaria). Die Anwendung von
Nicotinersatzmitteln kann manchmal derartige Reaktionen auslösen.
• wenn Sie eine schwere oder mittelschwere Lebererkrankung haben.
• wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden .
• wenn Sie eine Zuckerkrankheit (Diabetes) haben.
• wenn Ihre Schilddrüse überaktiv ist.
• wenn Sie einen Tumor der Nebennieren (Phäochromozytom) haben.
• wenn Sie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür haben.
• wenn Sie an einer Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) leiden.
• wenn bei Ihnen in der Vergangenheit Epilepsie oder Krampfanfälle aufgetreten sind.
Dieses Arzneimittel darf nicht von Nichtrauchern angewendet werden.
Lutschtabletten können eine Erstickungsgefahr darstellen. Vorsicht ist geboten, wenn Sie
Schwierigkeiten beim Schlucken haben oder Sie nach bzw. während des Schluckens häufig
husten müssen.
Kinder
Nicotindosen, die von erwachsenen Rauchern toleriert werden, können bei Kindern schwere
Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die tödlich verlaufen können. Deshalb müssen
Nicorette Lutschtabletten jederzeit für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
Anwendung von Nicorette Lutschtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel
einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder
beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden
Wirkstoffe enthalten:
Theophyllin zur Behandlung von Asthma
Tacrin gegen Alzheimer
Clozapin gegen Schizophrenie
Ropinirol zur Behandlung der Parkinson-Krankheit
Anwendung von Nicorette Lutschtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und
Getränken
Während der Anwendung der Lutschtabletten dürfen Sie nicht essen oder trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit
Es ist sehr wichtig, während der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören, da Rauchen zu
einem geringen Wachstum Ihres Babys führen kann. Es kann außerdem zu Frühgeburten oder
zu Totgeburten führen. Am besten ist es, wenn Sie das Rauchen ohne Anwendung nicotinhaltiger
Arzneimittel einstellen können. Falls Ihnen das nicht gelingt, sollten Nicorette Lutschtabletten
nur angewendet werden nach Rücksprache mit dem medizinischen Fachpersonal, das Ihre
Schwangerschaft begleitet, mit Ihrem Hausarzt oder mit einem Arzt in einem Zentrum, das
darauf spezialisiert ist, Menschen zu helfen das Rauchen aufzugeben.
Die Anwendung von Nicorette Lutschtabletten sollte während der Stillzeit vermieden werden,
da Nicotin in die Muttermilch übergeht und Ihr Kind beeinträchtigen kann. Wenn Ihnen Ihr Arzt
die Anwendung von Nicorette Lutschtabletten empfohlen hat, sollten Sie die Lutschtablette
unmittelbar nach dem Stillen und nicht in den letzten zwei Stunden vor dem Stillen anwenden.
Rauchen erhöht bei Frauen und Männern das Risiko für Unfruchtbarkeit. Es ist nicht bekannt,
welche Auswirkungen dabei Nicotin auf die Fruchtbarkeit hat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
beobachtet.
Nicorette Lutschtabletten enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Lutschtablette,
d. h. sie sind nahezu „natriumfrei“.
Nicorette Lutschtabletten enthalten Polysorbat, was allergische Reaktionen hervorrufen kann.
3. Wie sind Nicorette Lutschtabletten anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw.
genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem
Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Hinweise zur Anwendung von Nicorette Lutschtabletten richten sich danach, ob Sie:
(a) das Rauchen sofort einstellen
(b) das Rauchen allmählich einstellen
Erwachsene ab 18 Jahren
(a) Raucherentwöhnung mit sofortigem Rauchstopp
Ziel ist es, das Rauchen sofort aufzugeben und die Lutschtablette zu verwenden, um das
Rauchverlangen zu verringern.
• Beginnen Sie mit der Anwendung von 8 bis 12 Lutschtabletten pro Tag. Wann immer
Sie Drang zum Rauchen verspüren, sollten Sie eine Lutschtablette in den Mund legen
und sich auflösen lassen.
• Wenden Sie die Lutschtabletten so bis zu 6 Wochen an und verringern Sie dann
allmählich die Anzahl der Lutschtabletten, die Sie pro Tag anwenden.
• Sobald Sie nur noch 1 oder 2 Lutschtabletten pro Tag benötigen, sollten Sie die
Anwendung ganz beenden. Danach können Sie gelegentlich noch ein heftiges
Verlangen nach einer Zigarette verspüren. Falls dies geschieht, können Sie wieder eine
Lutschtablette anwenden.
(b) Rauchreduktion mit anschließendem Rauchstopp
Ziel ist es, allmählich einige Ihrer Zigaretten durch eine Lutschtablette zu ersetzen. Wenn
dies gelungen ist, können Sie dann mit Hilfe der Lutschtabletten ganz auf Ihre Zigaretten
verzichten. Schließlich geben Sie auch die Anwendung der Lutschtabletten auf.
Wenn Sie ein starkes Rauchverlangen verspüren, wenden Sie statt einer Zigarette eine
Nicorette Lutschtablette an, um Ihr Verlangen zu stillen. Verringern Sie die Anzahl der
Zigaretten, die Sie pro Tag rauchen, so weit wie möglich. Wenn Sie nach 6 Wochen die
Anzahl der von Ihnen pro Tag gerauchten Zigaretten nicht verringern konnten, sprechen Sie
mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen, sollten Sie das Rauchen ganz einstellen. Befolgen
Sie dabei die oben genannten Hinweise für den sofortigen Rauchstopp. Tun Sie dies sobald
wie möglich. Falls Ihr Versuch, das Rauchen vollständig aufzugeben, innerhalb von
6 Monaten nach Beginn der Anwendung dieses Arzneimittels nicht erfolgreich war,
sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Überschreiten Sie nicht die angegebene Dosis. Befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig und
wenden Sie nicht mehr als 15 Lutschtabletten an einem Tag (24 Stunden) an.
Wenn Sie das Gefühl haben, dieses Arzneimittel insgesamt länger als 9 Monate zu benötigen,
sollten Sie einen Arzt oder Apotheker um Rat fragen.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche ab 12 bis 17 Jahren
Nicorette Lutschtabletten dürfen nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden.
Kinder unter 12 Jahren
Kinder unter 12 Jahren dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Hinweise für den Gebrauch
[Kunstoffbehältnis]
oder
[Faltschachtel]
Öffnen:
1. Lasche mit der Aufschrift „hier drücken“ sanft drücken
2. Gleichzeitig die Oberseite der Faltschachtel kräftig nach oben
ziehen
Schließen: Die Oberseite der Faltschachtel drücken
Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung in der Mundhöhle bestimmt. Es wird in den Mund
gelegt, wo es sich auflöst und dabei Nicotin abgibt, das über die Mundschleimhaut vom Körper
aufgenommen wird.
Legen Sie eine Lutschtablette in Ihren Mund und schieben Sie sie von Zeit zu Zeit von einer
Seite der Mundhöhle zur anderen, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Das dauert im
Allgemeinen weniger als 20 Minuten. Sie dürfen die Lutschtablette nicht zerkauen oder im
Ganzen schlucken. Wenn Sie eine Lutschtablette im Mund haben, sollten Sie nicht essen oder
trinken.
Wenn Sie in Versuchung kommen, wieder mit dem Rauchen zu beginnen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie:
• befürchten, dass Sie wieder anfangen könnten zu rauchen.
• Schwierigkeiten haben, die Anwendung der Lutschtabletten vollständig aufzugeben.
Falls Sie wieder mit dem Rauchen beginnen, können diese Sie beraten, wie Sie mit einer
weiteren Anwendung einer Nicotinersatztherapie die besten Ergebnisse erzielen können.
Wenn Sie eine größere Menge Nicorette Lutschtabletten angewendet haben, als Sie
sollten
Zu einer Überdosierung von Nicotin kann es kommen, wenn Sie gleichzeitig rauchen und
Nicorette Lutschtabletten anwenden.
Wenn ein Kind Nicorette Lutschtabletten angewendet hat oder wenn Sie mehr Nicorette
Lutschtabletten angewendet haben als Sie sollten, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in
Verbindung oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
Nicotindosen, die von erwachsenen Rauchern vertragen werden, können bei Kindern schwere
Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die tödlich verlaufen können.
Die Anzeichen einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, vermehrter Speichelfluss,
Bauchschmerzen, Durchfall, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen
und ausgeprägtes Schwächegefühl. Bei hohen Dosen kann es in der Folge zu Blutdruckabfall,
schwachem und unregelmäßigem Puls, Atembeschwerden, sehr starker Müdigkeit,
Kreislaufkollaps und Krampfanfällen kommen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren
Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei
jedem auftreten müssen.
Wirkungen, die mit der Raucherentwöhnung in Zusammenhang stehen (Nicotinentzug)
Einige der unerwünschten Wirkungen, die bei Ihnen auftreten können, wenn Sie mit dem
Rauchen aufhören, können Entzugserscheinungen sein aufgrund der Abnahme der
Nicotinzufuhr.
Zu diesen unerwünschten Wirkungen zählen:
• Reizbarkeit, Aggression, Ungeduld oder Frustration
• Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit oder Konzentrationsstörungen
• Nächtliches Erwachen oder Schlafstörungen
• Gesteigerter Appetit oder Gewichtszunahme
• Gedrückte Stimmung
• Starkes Rauchverlangen
• Langsamer Herzschlag
• Zahnfleischbluten oder Mundgeschwüre
• Schwindel oder Benommenheit
• Husten, Halsentzündung, verstopfte oder laufende Nase
• Verstopfung
Wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, müssen Sie die
Anwendung von Nicorette Lutschtabletten beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen, da
sie Anzeichen einer schweren Allergie sein können (Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage
der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
• Nesselausschlag (ein Hautzustand, der durch juckende, erhabene oder rote Flecken
gekennzeichnet ist)
• Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen
• Atembeschwerden
• Schluckbeschwerden
Die meisten Nebenwirkungen treten in der frühen Anwendungsphase auf. In den ersten
Behandlungstagen kann es zu Reizungen in Mund und Rachen kommen, die jedoch bei den
meisten Anwendern bei fortgesetzter Anwendung nachlassen.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
• Husten
• Kopfschmerzen
• Schluckauf
• Übelkeit
• Reizungen von Rachen, Mund oder Zunge
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
• Lokale Effekte wie Brennen, Entzündung im Mund, Geschmacksstörungen
• Kältegefühl, Wärmegefühl, Kribbeln der Haut
• Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss
• Verdauungsbeschwerden
• Schmerzen oder Missempfindungen im Bauch
• Erbrechen, Blähungen, Durchfall
• Sodbrennen
• Erschöpfung
• Überempfindlichkeit (Allergie)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
• Auswirkungen auf die Nase wie Verstopfung und Niesen
• Keuchen (Bronchospasmus), Atemnot (Dyspnoe), Engegefühl im Hals
• Hautrötungen (Flush) oder übermäßige Schweißproduktion
• Wirkungen im Mund wie Kribbeln im Mund, Entzündungen der Zunge, Mundgeschwüre,
Abschilferung der Mundschleimhaut oder Stimmstörung, Schmerzen im Mund und
Rachen, Aufstoßen
• Herzklopfen, Herzrasen, Bluthochdruck
• schnelle und unregelmäßige Herzschlagfolge, die mit entsprechenden Arzneimitteln
behandelt werden kann
• Hautausschlag und/oder Juckreiz
• Abnorme Träume
• Beschwerden und Schmerzen im Brustbereich
• Schwäche, Unwohlsein
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
• Schluckstörung, verminderte Empfindlichkeit im Mund
• Würgen
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
• Verschwommenes Sehen, vermehrte Tränensekretion,
• Trockenheit im Rachen, Magen-Darm-Beschwerden, schmerzende Lippen
• Hautrötung
• Krampfanfälle
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies
gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie
können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: www.basg.gv.at
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über
die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie sind Nicorette Lutschtabletten aufzubewahren?
• Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
• Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton
angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den
letzten Tag des Monats.
• Kunststoffbehältnis: Im Originalkunststoffbehältnis aufbewahren, um den Inhalt vor
Feuchtigkeit zu schützen.
• Faltschachtel: In der Originalfaltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu
schützen. Innerhalb von 3 Monaten nach Anbruch der Faltschachtel verwenden.
• Das Behältnis nicht für andere Zwecke verwenden, da es möglicherweise Rückstände von
Tablettenstaub enthält, der sich als feiner Film auf den Gegenständen in dem Behältnis
ablagern kann.
• Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren
Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie
tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Nicorette Lutschtabletten enthalten
Der Wirkstoff ist Nicotin. Jede Lutschtablette enthält 2 mg Nicotin (als Nicotinresinat).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Mannitol (E421), Xanthangummi, Pfefferminz-Aroma (enthält Gummi
Arabicum (E414), Pfefferminz-, Menthol- und Eukalyptus-Aroma), Natriumcarbonat (E500)(i),
Sucralose (E955), Acesulfam-Kalium (E950), Magnesiumstearat (E470b) [pflanzlich]
Filmüberzug: Hypromellose (E464), Pfefferminz-Aroma (enthält Pfefferminz-, Menthol- und
Eukalyptus-Aroma), Titandioxid (E171), Sucralose (E955), Acesulfam-Kalium (E950),
Polysorbat 80 (E433), mikrokristalline Cellulose (E460), Muscovit (E555), beschichtet mit
Titandioxid (E171).
Nicorette Lutschtabletten sind zuckerfrei.
Wie Nicorette Lutschtabletten aussehen und Inhalt der Packung
Ovale, weiße bis fast weiße Lutschtablette mit der Prägung “n” auf der einen und “2” auf der
anderen Seite. Die Lutschtablette hat die Maße 14 x 9 x 7 mm.
Packungsgrößen:
Jedes Kunststoffbehältnis enthält 20 Lutschtabletten. Die Packungen können ein oder vier
Kunststoffbehältnisse enthalten.
Jede Faltschachtel enthält 40 Lutschtabletten. Die Packungen können ein, zwei oder vier
Faltschachteln enthalten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
Johnson & Johnson GmbH, Wien
www.jjconsumer-contact.eu
Hersteller
McNeil AB
Norrbroplatsen 2
25109 Helsingborg
Schweden
Z.Nr.: 1-31308
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes
(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen
Belgien, Deutschland, Luxemburg,
Nicorette Freshmint
Österreich
Irland
Nicorette Cools
Norwegen
Nicorette
Finnland
Nicorette Icemint
Polen
Nicorette Coolmint
Schweden
Nicorette Mint
Tschechische Republik
Nicorette Mint
Dänemark, Island
Nicorette Cooldrops
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2024. 9