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Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine fleischlose Ernährung oder verzichten sogar auf alle tierischen Produkte. Seit 2021 steigt der Anteil der VeganerInnen stetig an - wir liegen derzeit bei über 5% und führten damit 2023 sogar den Europavergleich an. Knapp 15% der ÖsterreicherInnen ernähren sich fleischlos, also vegetarisch, und 37% sagen, sie gestalten ihre Ernährung nicht fleischbasiert und reduzieren den Fleischkonsum generell. 

Die Beweggründe für fleischlose & vegane Ernährung

Die Beweggründe, seine Ernährung umzustellen, sind vielfältig: Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Tierliebe & gesundheitliche Gründe stehen ganz weit oben auf der Liste. Im europäischen Generationen-Vergleich wird schnell sichtbar, dass der vegetarische und vegane Lebensstil vom Boomer bis hin zur Gen Z um gut 1 bis 2 Prozentpunkte ansteigt. In den Jahren von 2014 bis 2023 sank der Fleischkonsum der ÖsterreicherInnen tatsächlich um ganze 11,3% von 65kg auf 57,6kg pro Kopf. Das führt auch zu einem wahrhaftigen Boom in der Lebensmittelbranche: Fleischersatzprodukte sind so gefragt wie noch nie und immer wieder kommen neue Produkte auf den Markt. 

Viele Supermarkt-Ketten haben bereits ihre eigene Linie an Fleischersatzprodukten – man unterscheidet hier zwischen zellbasiertem und pflanzlichem Fleischersatz

  • Zellbasiert kommt dabei aus einem Labor: hier werden fleischliche Haptik und Optik nachgebildet, ohne dass dabei Tiere zu Schaden kommen. 
  • Pflanzlich sagt aus, dass der Ursprung pflanzenbasiert ist. Es werden Pflanzen so verwertet, dass sie Fleisch in der Konsistenz ähneln.

Deckt vegane & vegetarische Ernährung alles ab?

Wer sich vegan ernähren will, der sollte sich zunächst gut damit auseinandersetzen. Denn wenn die Ernährung ausgewogen und durchdacht ist, hat eine vegane Ernährung viele Vorteile und kann vieles abdecken. Sie versorgt den Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, Fettsäuren, Ballaststoffen und natürlich sekundären Pflanzenstoffen. Damit kann sie das Risiko für zu hohe Blutzucker und Blutfettwerte sowie für chronische Krankheiten minimieren.

Aber: eine vegane Ernährung birgt auch viel Potential für Nährstoffmängel. Die Meisten werden jetzt nur an das viel besprochene B12 denken. Das stimmt natürlich auch: B12 muss jedenfalls zugeführt werden, denn es ist in größeren Mengen nur in Fleisch, Eiern und Milch vorhanden. Denn Vitamin B12 wird von Mikroorganismen gebildet, die im Darm bestimmter Tiere vorkommen. In den Algen Nori & Chlorella kommt B12 auch vor, jedoch nicht in solchen Mengen, als dass der Bedarf geckt werden könnte. Ein B12-Mangel kann durchaus weitreichende Folgen haben.

Aber auch langkettige Omega-3-Fettsäuren, unentbehrliche Aminosäuren, die Mineralstoffe Kalzium, Eisen, Jod, Zink und Selen sowie die Vitamine D, B2 und möglicherweise auch Vitamin A können etwas zu kurz kommen. Es gilt, die Ernährung gut zu planen, die Werte regelmäßig zu checken und ggf. durch hochwertige Supplements zu ergänzen. Hier muss darauf geachtet werden, dass der Bedarf nicht bei jedem Mensch gleich ist und auch nicht jeder Körper jeden Stoff gleich gut aufnehmen kann. Daher ist es immer ratsam, sich zunächst ein großes Blutbild anzusehen und dann individuell und gezielt Supplements einzusetzen.

Nährstoffe, die bei VeganerInnen im Mangelzustand sein können:

Jod: ist in Meeresfischen enthalten. Kann aber auch über jodiertes Salz, Pflanzendrinks oder Algen aufgenommen werden

Calcium: ist gern in Milch sowie Milchprodukten enthalten. Vegane Alternativen können Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten, Gemüse (Brokkoli, Grünkohl, Rucola) oder angereicherte Pflanzendrinks sein

Vitamin B2: ist ebenfalls in Milich & Milchprodukten enthalten. Alternativen sind z.B.: Mandeln, Champignons, Ölsaaten, Hülsenfrüchte oder Vollkorngetreide

Eisen: kann vor allem über Fleisch und Wurst aufgenommen werden. Alternativ bieten sich Ölsaaten, Nüsse, Hülsenfrüchte, verschiedene Gemüsearten (z. B. Brokkoli, Schwarzwurzeln) oder Vollkorngetreide an. Bitte beachten: Ohne fleischliche Ernährung ist ein ausreichender Eisenspiegel (fast) nicht zu erreichen. Darum macht es hier meist Sinn, zu supplementieren.

Langkettige Omega 3 Fettsäuren: nicht nur für Veganer, auch für Fisch-Verachter und Vegetarier zu beachten. Alternativen können mit Mikroalgenöl angereicherte Lebensmittel oder Supplements sein

Zink: in Fleisch, Innereien, Hartkäse, Eiern, einigen Fischen und Schalentieren enthalten. Alternativ sind Ölsaaten und Nüsse (Sesam, Kürbiskerne, Leinsamen, Cashew- und Pekannüsse), Haferflocken oder Sauerteigvollkornbrot eine wertvolle Quelle

Selen: in Fleisch, Hering & Makrelen, Eiern und Hartkäse. Alternativ greifen Veganer zu Linsen, Kohl- und Zwiebelgemüse. Der Selengehalt schwankt hier sehr nach Anbaugebiet und wie gehaltvoll der Boden ist.

Vitamin D: wird größtenteils über die Haut gebildet & ist über die Nahrung kaum ausreichend aufzunehmen. Eine Supplementierung von Vitamin D kann bei jeder Ernährungsform sinnvoll sein.

Die meisten Lebensmittelhersteller wissen um diese Nährstoffmängel bei veganer & vegetarischer Ernährung und reagieren entsprechend: Viele Lebensmittel, wie Pflanzendrinks etc., werden mit genau diesen Nährstoffen angereichert. Trotzdem kann es bei vegetarischer und veganer Ernährung zu Mängeln kommen.

Eine einfache Methode, den Körper ausreichend zu versorgen, sind hochwertige Supplements. Diese sind zwar kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, können aber eine tolle Ergänzung sein und genau da Mängel auffüllen, wo die Ernährung nicht ausreichend ist. Die Hausmarke der Borromäus Apotheke hat ein umfassendes Sortiment an veganen Supplements, die eine gute Versorgung einfacher machen.

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Bitte nehmen Sie Ihre Verantwortung sich selbst gegenüber oder auch Ihrer Familie gegenüber ernst und lassen Sie 1x im Jahr ein Blutbild erstellen. Nur so können Sie sicher gehen, alle Nährstoffe in ausreichender Menge verfügbar zu haben 😊

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