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Influass Tabletten (30 Stk.)

Fieber- und Schmerzzustände bei Erkältungskrankheiten bzw. grippalen Infekten sowie akuten leichten bis mäßig starke Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr.
Preis € 11,45
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Inhaltsstoffe

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein

Anwendung

Anwendungsgebiete: Fieber- und Schmerzzustände bei Erkältungskrankheiten bzw. grippalen Infekten sowie akuten leichten bis mäßig starke Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr.

Wirkung

bull; schmerzstillend

bull; fiebersenkend

bull; entzündungshemmend

bull; Coffein soll die Abgeschlagenheit und Müdigkeit bei Erkältungskrankheiten mildern.



Pflichtangaben
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt, oder Apotheker.

Gebrauchsinformation

Bei uns haben Sie die Möglichkeit, rezeptfreie Arzneimittel und viele weitere Apotheken-Produkte bequem und sicher über das Internet zu bestellen. Unsere erfahrenen Apothekerinnen und Apotheker stehen Ihnen für entsprechende Beratungen gerne zur Verfügung – sei es per Telefon, E-Mail oder persönlich vor Ort.

Für einen sicheren Online-Einkauf von Medikamenten – begleitet von persönlicher, fachkundiger Beratung und höchster Produktqualität aus Ihrer österreichischen Apotheke.

Zu Produktabbildungen:
Die dargestellten Produktbilder dienen der Veranschaulichung und können im Einzelfall von der tatsächlich gelieferten Ware abweichen. Insbesondere bei Modellwechsel, Nachfolgeartikeln oder Produktaktualisierungen kann es vorkommen, dass Abbildungen veraltete Versionen zeigen. 

/ die Anwenderin

ratioPyrin® 250 mg/200 mg/50 mg Tabletten
Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Coffein

1. Was ist ratioPyrin und wofür wird es angewendet?
Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol in ratioPyrin haben eine rasch einsetzende
schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung.
Das ebenfalls enthaltene Coffein soll die Abgeschlagenheit und Müdigkeit, als häufige
Begleiterscheinungen von Erkältungskrankheiten, mildern.
ratioPyrin eignet sich zur Behandlung von
Fieber- und Schmerzzuständen bei Erkältungskrankheiten bzw. grippalen Infekten sowie akuten
leichten bis mäßig starken Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von ratioPyrin beachten?

ratioPyrin darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein
oder Salicylate sowie einen der genannten sonstigen Bestandteile von ratioPyrin sind.

von Personen, die nach der Anwendung von Salicylaten oder anderen entzündungshemmenden
Schmerzmitteln (nicht-steroidalen Anti-Rheumatika [NSAR]) Symptome wie Asthma,
Fließschnupfen, plötzlich auftretende Schwellungen v.a. im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von
Nase, Kehlkopf und Zunge unter Umständen mit Atemnot und Schluckbeschwerden oder
Nesselausschlag (juckende rote Flecken auf der Haut) entwickelten

bei bestehenden Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren

bei erhöhter Blutungsneigung bzw. Blutgerinnungsstörungen

bei starken Blutungen oder Blutungsrisiko (z.B. im Rahmen von Operationen, siehe Abschnitt
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

bei Bluthochdruck

bei schweren Herzrhythmusstörungen, Erkrankung der Herzkranzgefäße, Herzmuskelschwäche

bei schwerer Leberfunktionsstörung

bei übermäßigem bzw. chronischem Alkoholkonsum

bei schwerer Nierenfunktionsstörung

bei Behandlung mit Methotrexat (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem
oder gegen Krebs) mit einer Dosierung von 15 mg pro Woche oder mehr

bei Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (seltene, erbliche Stoffwechselerkrankung; siehe
Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

von Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit
und Fortpflanzungstätigkeit“)

von Kindern oder Jugendlichen mit Windpocken oder Grippe (Influenza), wegen des Risikos der
Entwicklung des sogenannten „Reye-Syndroms“ – einer sehr seltenen, aber unter Umständen
lebensbedrohlichen Krankheit – durch die in ratioPyrin enthaltene ASS (siehe auch Abschnitt
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

von Kindern unter 12 Jahren

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ratioPyrin einnehmen, bei

chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden

Geschwür, Blutung oder Durchbruch eines Geschwürs im Magen-Darmtrakt in der Vorgeschichte

Bronchialasthma, allergischem Schnupfen und chronischer Nasenschleimhautschwellung
(Nasenpolypen)

gleichzeitiger Anwendung von gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate,
Heparin), Mittel zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung, oder Arzneimittel, die Blutgerinnsel
auflösen

eingeschränkter Leberfunktion

eingeschränkter Nierenfunktion

Flüssigkeitsmangel

niedrigem Blutdruck

Schilddrüsenüberfunktion

Zuckerkrankheit

Neigung zu bestimmen Nierensteinen (Oxalatsteine)

Gilbert-Meulengracht-Syndrom (seltene, erbliche Stoffwechselerkrankung)

schweren Krankheiten, einschließlich schwere Nierenfunktionsstörung oder Sepsis (wenn
Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut kreisen und zu Organschäden führen), oder wenn Sie an
Mangelernährung oder chronischer Alkoholkrankheit leiden oder wenn Sie zusätzlich
Flucloxacillin (ein Antibiotikum) einnehmen. Bei Patienten in diesen Situationen wurde über eine
schwere Erkrankung berichtet, die als metabolische Azidose (eine Störung des Bluts und des
Flüssigkeitshaushaltes) bezeichnet wird. Sie trat auf, wenn Paracetamol in normalen Mengen über
einen längeren Zeitraum angewendet wurde oder wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin
angewendet wurde. Zu den Zeichen einer metabolischen Azidose können gehören: starke
Atembeschwerden mit tiefer, schneller Atmung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen.

ratioPyrin soll in all diesen Fällen nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Wenden Sie
sich daher bitte an Ihren Arzt, wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft oder in der
Vergangenheit zugetroffen hat.


Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt,
ist ehestens (spätestens nach 3-4 Tagen) ärztliche Beratung erforderlich.

Achten auf Anzeichen einer Erkrankung im Magen-Darmtrakt:
Während der Behandlung können jederzeit Blutungen und/oder Geschwüre/Durchbruch von
Geschwüren im Magen-Darmbereich auftreten - auch ohne vorherige Warnsymptome oder
entsprechende Magen-Darmerkrankungen in der Vorgeschichte. Bei älteren Personen, Personen mit
niedrigem Körpergewicht und bei Patienten, die mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln oder
Arzneimitteln, die die Blutgerinnselbildung hemmen, behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko
(siehe Abschnitt „Einnahme von ratioPyrin zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Falls Sie Anzeichen einer Nebenwirkung im Magen-Darm-Trakt bemerken (z.B. Bluterbrechen,
kaffeesatzartiges Erbrechen, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, teerähnlicher Stuhl), setzen Sie bitte
ratioPyrin sofort ab und fragen Sie unverzüglich einen Arzt um Rat.
Blutungsrisiko bei Operationen:
Da die in ratioPyrin enthaltene ASS bereits in sehr niedrigen Dosierungen und mehrere Tage
langanhaltend die Blutgerinnselbildung hemmt, kann die Blutgerinnung beeinträchtigt sein.
Vor einer Operation – selbst bei geringfügigen chirurgischen Eingriffen (z.B. eine Zahnextraktion) - informieren Sie daher bitte den behandelnden Arzt über die Einnahme von ratioPyrin.
Stoffwechselerkrankungen:
in bestimmten Fällen von schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene, erbliche
Stoffwechselerkrankung) können höhere Dosen von ASS eine Blutarmut durch den Zerfall von roten
Blutkörperchen auslösen.
Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch von Schmerzmitteln
Bei längerer Anwendung von Schmerzmitteln – vor allem in hoher Dosierung –können
Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen dieser Arzneimittel behandelt werden dürfen.
Falls Sie meinen, dass dies bei Ihnen der Fall ist, lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.
Gewöhnungseffekte:
Ein plötzliches Absetzen von Schmerzmitteln nach langfristiger Anwendung hoher Dosen kann
Entzugserscheinungen auslösen (z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nervosität), die typischerweise
innerhalb weniger Tage verschwinden. Eine erneute Einnahme von Schmerzmitteln darf nur nach
entsprechender Anordnung des Arztes und nach Abklingen der Entzugserscheinungen erfolgen.
Unverträglichkeit / Asthma nach Einnahme von Schmerzmittel:
Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder
chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen)
leiden, und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art sind bei
Anwendung dieses Arzneimittels durch Asthmaanfälle gefährdet (so genannte Analgetika-Intoleranz /
Analgetika-Asthma). Falls dies auf Sie zutrifft, fragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt. Das Gleiche
gilt für Patienten, die auch auf andere Stoffe allergisch reagieren, wie z. B. mit Hautreaktionen,
Juckreiz oder Nesselfieber.
Schmerzbehandlung bei weiterbestehender Grunderkrankung:
ratioPyrin darf bei Schmerzen nicht länger als 3-4 Tage ohne ärztliche Anordnung eingenommen
werden. Wenn Schmerzen oder Fieber während dieser Zeit bestehen bleiben oder sich sogar
verschlimmern, wenn neue Symptome auftreten (z.B. eine Rötung bzw. Schwellung, oder eine
Verschlechterung des Allgemeinbefindens), ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da dies Zeichen
einer schweren Erkrankung sein können.
Nierenschädigung infolge Schmerzmitteleinnahme (sogenannte „Analgetikanephropathie“):
Der gewohnheitsmäßige Gebrauch von Schmerzmitteln, speziell bei gleichzeitiger Anwendung von
unterschiedlichen schmerzhemmenden Wirkstoffen, kann zu Nierenschäden führen, die mit dem
Risiko eines Nierenversagens einhergehen.
Harnsäure:
ASS kann die Ausscheidung von Harnsäure verringern und bei empfänglichen Patienten einen
Gichtanfall auslösen.
Fieberbehandlung bei Kindern und Jugendlichen mit Grippe oder Windpocken:
Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen darf ASS ausschließlich nach ärztlicher
Anweisung – und nur, wenn andere Maßnahmen keine Wirkung zeigen – angewendet werden.
Besonders bei jungen Patienten besteht das Risiko für die Entwicklung des sehr seltenen, jedoch
lebensbedrohlichen Reye-Syndroms, das unbedingt sofortiger ärztlicher Intensivbehandlung bedarf. Es
kamen allerdings auch Fälle bei Erwachsenen vor. Das Reye-Syndrom ist charakterisiert durch eine
Erkrankung des Gehirns und Leberversagen, es tritt typischerweise nach dem Abklingen der ersten
Anzeichen einer fieberhaften Erkrankung (insbesondere bei Windpocken und grippeähnlichen
Erkrankungen) auf. Auch nach einer Impfung gegen Windpocken soll 6 Wochen lang kein ASS- hältiges Arzneimittel angewendet werden. Alarmsignale sind langanhaltendes, heftiges Erbrechen,
Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn diese
Symptome auftreten.

Fix kombinierte Arzneimittel:
Um die Gefahr einer Überdosierung zu vermeiden, sollte der mögliche Gehalt an ASS und/oder
Paracetamol (sowie Coffein) in anderen verwendeten Arzneimitteln (bzw. Genussmitteln) beachtet
werden.
Laborkontrollen:
Je nach Dauer der Behandlung sind Kontrollen (z.B. Leberfunktion, Nierenfunktion, Blutbild,
Blutgerinnung) angezeigt. Beachten Sie daher entsprechende Empfehlungen bzw. Anordnungen Ihres
Arztes.
Hinweis:
Schwindel und Ohrenklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Beschwerden
einer Überdosierung sein (siehe auch unter Abschnitt 3 „Wenn Sie eine größere Menge von ratioPyrin
eingenommen haben, als Sie sollten). In diesen Fällen benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

Einnahme von ratioPyrin zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben ober beabsichtigen andere Arzneimittel
einzunehmen/anzuwenden.
Wird ratioPyrin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet, können sich diese in ihrer
Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Acetylsalicylsäure (ASS):

Kombination von ASS mit:

Mögliche Reaktionen:
Wechselseitige Verminderung der Wirksamkeit bei
Entzündungshemmende Schmerz- verstärktem Risiko einer Magen-Darmschädigung
und Rheumamittel (NSAR)
(Kombination wird nicht empfohlen)
„Digitalis“(herzstärkende
Gefährliche Erhöhung von deren Wirksamkeit - Arzneimittel)
entsprechende Kontrolle durch den Arzt ist erforderlich
Bestimmte Arzneimittel gegen
Infektionen (Antibiotika wie
Verstärkung der Wirkung bzw. Nebenwirkungen
Sulfonamide, Cotrimoxazol)
Bestimmtes Arzneimittel gegen
Störung der Aufnahme in den Körper bei gleichzeitiger
Infektionen (das Antibiotikum
Einnahme (Einnahmeabstand von 1-3 Stunden wird
„Tetrazyklin“)
empfohlen)
Erhöhung des Risikos eines Magen-Darm-Geschwürs oder
„Kortison“
einer Magen-Darm-Blutung
Schilddrüsenhormone
Wirkungsverstärkung
ASS kann die Wirkung von blutgerinnungshemmenden
Arzneimittel mit hemmender
Arzneimitteln verstärken; erhöhtes Blutungsrisiko möglich
Wirkung auf die Blutgerinnung
(Kontrolle der Gerinnungswerte wird empfohlen)
Erhöhung des Risikos einer Magen-Darm-Blutung
ASS kann zu einem Anstieg der Blutspiegel von
Valproinsäure (Arzneimittel zur
Valproinsäure führen und in der Folge die (Neben)wirkungen
Behandlung von Epilepsie)
dieser Substanz verstärken
Arzneimittel zur Behandlung von
Erhöhung des Risikos einer Magen-Darm-Blutung
Depressionen („SSRI“)
Lithium(Arzneimittel zur
Erhöhung der Lithium-Blutspiegel – eine Kontrolle und
Behandlung psychischer
gegebenenfalls Dosisanpassung wird empfohlen
Erkrankungen)
Harnsäuresenkende Arzneimittel
Wirkungsverminderung
Abschwächung von deren blutdrucksenkender Wirkung
Entwässerungmittel
(Blutdruckkontrollen werden empfohlen)
Abschwächung von deren blutdrucksenkender Wirkung
Blutdrucksenkende Arzneimittel
(Blutdruckkontrollen werden empfohlen)
ASS kann zu einem Anstieg der Blutspiegel von Methotrexat
Methotrexat (Arzneimittel mit
führen und in der Folge die schädigende Wirkung dieser
hemmender Wirkung auf das
Substanz verstärken (Kombination ist zu vermeiden - Immunsystem oder gegen Krebs)
alternativ wird eine strikte Kontrolle von Blutbild, Leber- und Nierenfunktion empfohlen)
Blutzuckersenkende Arzneimittel
Blutzuckerschwankungen sind möglich
zum Einnehmen
(vermehrte Blutzuckerkontrollen werden empfohlen)
Erhöhte Gefahr des Auftretens und der Verstärkung von
Alkohol
Magen-Darm-Blutungen (Kombination soll vermieden
werden)

Paracetamol:

Kombination von Paracetamol

Mögliche Reaktionen:

mit:
Arzneimittel, die Leberenzyme
beeinflussen, wie z.B. Glutethimid
(Schlaf- und Beruhigungsmittel),
Phenytoin, Phenobarbital, (beides
Erhöhung der leberschädigenden Wirkung von Paracetamol;
Arzneimittel zur Behandlung von
Leberschäden bereits durch sonst unschädliche Dosen
Epilepsie), Carbamazepin
möglich
(Arzneimittel zur Behandlung
depressiver Erkrankungen),
Rifampicin (Arzneimittel zur
Behandlung von Tuberkulose)
Erhöhte schädigende Wirkung des Chloramphenicols durch
Chloramphenicol (Antibiotikum)
deutlich verzögerte Ausscheidung
Paracetamol kann bei längerer Einnahme die Wirkung von
Blutgerinnungshemmende
blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln verstärken;
Arzneimittel
erhöhtes Blutungsrisiko möglich (Kontrolle der
Blutgerinnungswerte wird empfohlen)
Zidovudin (Arzneimittel zur
Erhöhte Neigung zu Veränderungen des Blutbildes
Behandlung von AIDS)
(Kombination soll nur auf ärztlichen Rat erfolgen)
Probenecid (harnsäure-senkendes
Arzneimittel) und Salicylamid
Erhöhte schädigende Wirkung von Paracetamol durch
(entzündungshemmendes
verzögerte Ausscheidung
Schmerzmittel)
Metoclopramid (Arzneimittel
Erhöhung der Aufnahme von Paracetamol
gegen Erbrechen und Übelkeit)
Alkohol
Erhöhtes Risiko einer Leberschädigung
wegen des schwerwiegenden Risikos von Blut- und
Flucloxacillin (Antibiotikum),
Flüssigkeitsanomalien (sogenannte metabolische Azidose),
die dringend behandelt werden müssen (siehe Abschnitt 2).

Coffein:

Kombination von Coffein mit:

Mögliche Reaktionen:
Beruhigungsmittel
Verminderung der dämpfenden Wirkung
Schilddrüsenhormone
Verstärkung der herzschlagbeschleunigenden Wirkung
Beeinflussung von Labortests
ASS kann in höheren Dosierungen verschiedene Laborergebnisse beeinflussen.
Paracetamol kann die Bestimmung der Harnsäurewerte und der Blutzuckerwerte mittels bestimmter
Labortests beeinträchtigen.
Vor Laboruntersuchungen informieren Sie bitte den Arzt über die Einnahme von ratioPyrin.

Einnahme von ratioPyrin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Kombination von ratioPyrin mit alkoholischen Getränken erhöht das Risiko von Blutungen im
Magen-Darm-Trakt und soll daher vermieden werden. Beim Genuss coffeinhaltiger Getränke soll
berücksichtigt werden, dass es zur Überdosierung von Coffein kommen könnte.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.
Schwangerschaft


Erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel:
Wie andere Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die Bildung bestimmter Gewebshormone
(Prostaglandine) kann ratioPyrin die Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des ungeborenen
Kindes nachteilig beeinflussen.
Wenn nicht unbedingt notwendig, soll ratioPyrin daher während des ersten und zweiten
Schwangerschaftsdrittels nicht angewendet werden. Bei Anwendung von ratioPyrin bei Frauen mit
Schwangerschaftswunsch oder während des ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittels ist die Dosis
so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu halten.


Letztes Schwangerschaftsdrittel:
Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf ratioPyrin nicht eingenommen werden, da ein erhöhtes Risiko
von Komplikationen für die Mutter und das Kind besteht (Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem
und/oder Nierenfunktionsstörung beim Kind, erhöhte Blutungsgefahr bei Mutter und Kind während
der Geburt, Geburtsverzögerung durch Beeinträchtigung der Wehen).
Eine länger dauernde Einnahme von hohen Coffein-Dosen kann bei Schwangeren zu Fehl- und
Frühgeburten führen.
Stillzeit
Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Eine Störung der Blutgerinnung beim Säugling durch
ASS ist möglich. Das Allgemeinbefinden und Verhalten des Säuglings können durch mit der
Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden.
Während der Einnahme von ratioPyrin soll daher nicht gestillt werden.
Fortpflanzungsfähigkeit
ASS hemmt die Bildung bestimmter Gewebshormone (Prostaglandine), kann damit die weibliche
Fruchtbarkeit beeinträchtigen und wird daher Frauen, die schwanger werden möchten, nicht
empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
ratioPyrin hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit
zum Bedienen von Maschinen.
Falls allerdings Nebenwirkungen auftreten, welche die Aufmerksamkeit beeinträchtigen (z.B.
Schwindel, Müdigkeit oder Sehstörungen), dürfen Sie keine Fahrzeuge lenken und keine gefährlichen
Maschinen bzw. Werkzeuge bedienen.

ratioPyrin enthält Lactose
Die Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie ratioPyrin erst nach Rücksprache mit
Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist ratioPyrin einzunehmen?
Nehmen Sie ratioPyrin immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach
Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn
Sie sich nicht sicher sind.
Die Tabletten haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Dosen geteilt werden.
Mögliche Nebenwirkungen können geringgehalten werden, indem die kleinste noch wirksame Dosis
für die kürzeste notwendige Dauer eingenommen wird.
Die empfohlene Dosis beträgt


Erwachsenen und Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr:
1-1 ½ Tabletten bis zu 3 mal täglich (in der Regel im Abstand von 4-8 Stunden).


Besonderen Patientengruppen:

Nierenfunktionsstörungen:
Es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen; es wird empfohlen, den Dosierungsabstand zu
verlängern. Falls Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses
Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen darf ratioPyrin nicht eingenommen werden.

Leberfunktionsstörungen:
Es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen; es wird empfohlen, den Dosierungsabstand zu
verlängern. Falls Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses
Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Bei schweren Leberfunktionsstörungen darf ratioPyrin nicht eingenommen werden


Ältere Personen (ab 65 Jahren):
Bei älteren Personen ist wegen eventueller Begleiterkrankungen (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie
vor der Einnahme von ratioPyrin beachten?“) bzw. Untergewicht besondere Vorsicht angezeigt (siehe
Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Es wird empfohlen, dass insbesondere ältere
und untergewichtige Personen die niedrigste wirksame Dosis einnehmen.


Kinder unter 12 Jahren:
Über die Anwendung der fixen Kombination in ratioPyrin bei Kindern liegen keine ausreichenden
Erkenntnisse vor. Aus diesem Grund sowie wegen des Coffeinanteils darf ratioPyrin Kindern bis zum
vollendeten 12. Lebensjahr nicht verabreicht werden.
Art der Anwendung:
Zum Einnehmen.
ratioPyrin mit reichlich Flüssigkeit einnehmen oder die Tabletten in Flüssigkeit zerfallen lassen und
reichlich Flüssigkeit nachtrinken.
Dauer der Anwendung:
ratioPyrin soll ohne ärztliche Anweisung nicht länger als 3-4 Tage hintereinander und nicht in höherer
Dosierung angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von ratioPyrin eingenommen haben, als Sie sollten
Anzeichen einer Paracetamol-Überdosierung:
Bei Paracetamol-Überdosierung können anfangs (1.Tag) Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen,
Benommenheit und allgemeines Krankheitsgefühl, aber auch Schwindel und Ohrgeräusche,
insbesondere bei Kindern und älteren Patienten auftreten. Trotz Besserung des Allgemeinbefindens
am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Leberschädigung bis hin zum tödlichen Leberversagen am
3. Tag kommen. Unabhängig davon sind auch Nierenschädigungen beschrieben worden.
Anzeichen einer ASS-Überdosierung:

Akute Überdosierung:
Neben Störungen des Salz- und Wasserhaushaltes im Körper, Hautausschlägen sowie Magen-Darm- Blutungen werden beschleunigte Atmung, Ohrgeräusche, Übelkeit, Erbrechen, Beeinträchtigung von
Sehen und Hören, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheitszustände beobachtet. Bei schweren
Vergiftungen können Bewusstseinsstörungen, Zittern, Atemnot, Schweißausbrüche,
Flüssigkeitsverlust, Erhöhung der Körpertemperatur und Bewusstseinsverlust (Koma) auftreten. Bei
Kindern ist ein Blutzuckerabfall (Hypoglykämie) möglich.

Chronische Überdosierung:
Unterschieden wird davon die Überdosierung von ASS bei Langzeiteinnahme mit überwiegenden
Störungen von Gehirnfunktionen.
Anzeichen einer Coffein-Überdosierung:
Vergiftungssymptome durch Coffein (Störung von Gehirnfunktionen, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis
hin zu Herzmuskelschäden) können bei Aufnahme großer Mengen in kurzer Zeit auftreten.
Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind Tabletten geschluckt hat, wenden Sie
sich unverzüglich an einen Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über
die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit
sich der Arzt über die aufgenommenen Wirkstoffe informieren kann.

Für den Arzt:

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Wenn Sie die Einnahme von ratioPyrin vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt
oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten müssen.

In (sehr) seltenen Fällen kann einer der Wirkstoffe von ratioPyrin eine Nebenwirkung
verursachen, die ein Absetzen der Tabletten und sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Alarmsignale
für eine solche möglicherweise gefährliche Nebenwirkung sind:

- Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, Bauchschmerzen oder teerähnlicher Stuhl
- Störung des Allgemeinbefindens mit Atemnot, Hautrötung oder –jucken, ev. mit erniedrigtem
Blutdruck und Schwellungen im Kopfbereich
- Hautausschläge mit Blasenbildung bzw. Hautblutungen, ev. mit Geschwüren im Mund
- Blässe mit Abgeschlagenheit, Fieber, vermehrte Blutungsneigung (Hautblutungen, Nasenbluten!),
Halsschmerzen, Wunden im Mund
- Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung, ev. mit Krämpfen oder Erbrechen oder Veränderungen
des Verhaltens
- Starke Abgeschlagenheit mit ausgeprägter Appetitlosigkeit oder Verminderung der
Harnausscheidung

Wenden Sie sich in all diesen Fällen bitte unverzüglich an einen Arzt.
Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit ratioPyrin auftreten:

Durch den Acetylsalicylsäure-Anteil bedingt:
Die Liste der Nebenwirkungen von ASS erstreckt sich auch auf Beobachtungen von Patienten mit
rheumatischen Beschwerden, die über einen langen Zeitraum mit hohen Dosen behandelt wurden.
ASS kann Oberbauchbeschwerden, Magen-Darmgeschwüre und Magenschleimhautentzündung mit
Schleimhautdefekten (erosive Gastritis) verursachen, die zu schwerwiegenden Magen-Darm- Blutungen führen können. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen steigt bei
Verabreichung höherer Dosen, obwohl sie auch bei Anwendung niedrigerer Dosen auftreten können.
Bei Anwendung von ASS über einen längeren Zeitraum kann es als Folge von Magen-Darm- Blutungen zur Blutarmut wegen Eisenmangel kommen.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- erhöhtes Blutungsrisiko (z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Schleimhautblutungen)
möglicherweise mit verlängerter Blutungszeit wegen der gerinnungshemmenden Wirkung, die
auch nach Beendigung der Behandlung für einige Tage (bis zu 8 Tage) andauert.
- Hautreaktionen (z.B. Nesselauschlag)
- Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien (mit Atemnot)
- allergische Hautreaktionen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
- insbesondere bei Patienten mit nicht-kontrolliertem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger
Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wurden schwere Blutungen wie
Hirnblutungen berichtet. Dies kann unter Umständen lebensbedrohlich sein.
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Blutdruckabfall, Atemnot, plötzlich auftretende
Schwellungen, v.a. im Gesichtsbereich (bei Beteiligung von Kehlkopf und Zunge unter
Umständen mit Atemnot), Schluckbeschwerden und Kreislaufversagen
- Magen-Darmgeschwüre und Blutungen
- schwerwiegende entzündliche Hauterkrankungen mit Blasenbildung und Hautabschälung,
Hautblutungen, allergische Gefäßentzündung
- Einschränkung der Nierenfunktion

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Verminderung der Blutplättchen, der weißen Blutzellen oder aller Blutzellen, Blutarmut infolge
verminderter Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark
- Blutzuckermangel, Störung des Säure-Basen-Haushaltes
- Durchbruch von Geschwüren im Magen-Darmbereich
- Erhöhung bestimmter Leberwerte, Einschränkung der Leberfunktion
- Bindegewebsentzündung mit Gewebsschädigung - wurde im zeitlichen Zusammenhang mit der
Anwendung von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) berichtet
- akutes Nierenversagen
- Reye-Syndrom (seltene, jedoch lebensbedrohliche Erkrankung, die bei Kindern und Jugendlichen
mit fieberhaften Erkrankungen - insbesondere bei Windpocken und grippeähnlichen
Erkrankungen – auftritt (siehe auch Abschnitt 2 „ratioPyrin darf nicht eingenommen werden“ und
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten
nicht abschätzbar)
- Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrung, Unruhe, Nervosität
- Sehstörungen
- Einschränkung des Hörvermögens, Ohrgeräusche („Ohrensausen“)

Durch den Paracetamol-Anteil bedingt:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Nervosität, Unruhe, Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Gallestau

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
- Erhöhung bestimmter Leberwerte
- Hautrötung
- Einschränkung der Nierenfunktion

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Veränderungen des Blutbildes einschließlich Verminderung der Blutplättchen, der weißen
Blutzellen oder aller Blutzellen
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Hautrötung, Temperaturanstieg („drug fever“),
Nesselausschlag, Übelkeit, plötzlich auftretende Schwellungen, v.a. im Gesichtsbereich, bei
Beteiligung von Kehlkopf und Zunge unter Umständen mit Atemnot und Schluckbeschwerden,
Schwitzen, Atemnot und Kreislaufversagen
- Blutzuckermangel
- schwerwiegende Hautreaktionen
- Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien (häufiger bei Personen mit Allergie gegen
entzündungshemmende Schmerz- und Rheumamittel [NSAR])
- akutes Nierenversagen

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten
nicht abschätzbar)
- Eine schwere Erkrankung, die das Blut saurer machen kann (sogenannte metabolische Azidose),
bei Patienten mit schweren Erkrankungen, die Paracetamol einnehmen (siehe Abschnitt 2)

Durch den Coffein-Anteil bedingt:
Coffein kann Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Zittern, Verdauungsbeschwerden und eine beschleunigte
Herzschlagfolge verursachen.
Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch die fixe
Kombination Umfang und Art der Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen verstärkt oder im Spektrum
erweitert werden.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch
für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können
Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die
Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist ratioPyrin aufzubewahren?
Nicht über 30°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verw. bis:“
angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag
des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie
das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der
Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weiter Informationen

Was ratioPyrin enthält
 Die Wirkstoffe sind: Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein.
1 Tablette enthält:
Acetylsalicylsäure (ASS)
250 mg
Paracetamol
200 mg
Coffein, wasserfrei
50 mg
 Die sonstigen Bestandteile sind:
Vorverkleisterte Stärke, Maisstärke, Lactose-Monohydrat (Milchzucker), Stearinsäure, Talkum.

Wie ratioPyrin aussieht und Inhalt der Packung
ratioPyrin sind weiße, runde Tabletten mit Bruchkerbe und ca. 13 mm Durchmesser.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
ratioPyrin ist in Packungen mit 10 und 30 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
TEVA B.V.
Swensweg 5
2031 GA Haarlem
Niederlande
Tel.: +43/1/97007-0
Fax: +43/1/97007-66
E-Mail: info@ratiopharm.at
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3
D-89143 Blaubeuren

Z.Nr.: 1-23796

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2026. Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die Einnahme überhöhter Dosen von Paracetamol kann zu Intoxikationserscheinungen mit einer
Latenz von 24-48 Stunden führen. Es können sich Leberfunktionsstörungen durch Leberzellnekrosen
bis hin zum Leberkoma - auch mit tödlichem Ausgang - entwickeln. Unabhängig davon sind auch
Nierenschädigungen durch Nekrosen der Tubuli beschrieben worden.

Symptome der Paracetamol-Intoxikation:
Bei Paracetamol-Intoxikation können folgende Symptome auftreten:
1. Phase (1. Tag):
Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Somnolenz und allgemeines Krankheitsgefühl, aber auch Schwindel
und Tinnitus, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten.
2. Phase (2. Tag):
Besserung des subjektiven Befindens, jedoch leichte Leibschmerzen, Lebervergrößerung,
Transaminasen- und Bilirubinanstieg, verlängerte Thromboplastinzeit, Rückgang der
Urinausscheidung.
3. Phase (3. Tag):
Hohe Transaminasewerte, Ikterus, Gerinnungsstörungen, Hypoglykämie, Übergang in Leberkoma.

Symptome der akuten ASS-Intoxikation:
Neben Störungen des Säure/Basen-Gleichgewichtes, des Elektrolythaushaltes (z.B. Hypokaliämie),
Hautausschlägen sowie gastrointestinalen Blutungen werden Hyperventilation, Tinnitus, Übelkeit,
Erbrechen, Beeinträchtigung von Sehen und Hören, Kopfschmerzen, Schwindel,
Verwirrtheitszustände beobachtet. Bei schweren Vergiftungen können Delirien, Tremor, Atemnot,
Schweißausbrüche, Exsikkose, Hyperthermie und Koma auftreten. Bei Kindern ist eine Hypoglykämie
möglich. Unterschieden werden davon die chronischen Überdosierungen von ASS mit überwiegend
zentralnervösen Störungen („Salicylismus").

Symptome der Coffein-Intoxikation:
Vergiftungssymptome durch Coffein (zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin
zu Myokardschäden) können bei Aufnahme großer Mengen in kurzer Zeit auftreten.

Therapie der Intoxikation:
Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit ratioPyrin ist aufgrund des Paracetamolanteils eine
Magenspülung innerhalb der ersten 6 Stunden und eine Bestimmung der Plasmakonzentration von
Paracetamol sinnvoll.
Die zytotoxischen Metaboliten von Paracetamol können durch Gabe von Schwefelwasserstoff- Donatoren wie Acetylcystein (Verabreichung soll innerhalb von 8-10 Stunden nach Intoxikation
erfolgen) gebunden werden:
p.o.: initial 150 mg/kg, dann alle 4 Stunden 70 mg/kg bis zu 68 Stunden.
i.v.: initial 150 mg/kg in 200 ml 5%iger Glukose über 15 Minuten, danach 50 mg/kg in 500 ml 5%iger
Glukose über 4 Stunden, anschließend 100 mg/kg in 1000 ml 5%iger Glukose über 16 Stunden
(insgesamt 300 mg/kg in 20 Stunden). Bei gleichzeitig oraler Gabe von Aktivkohle
(Mischintoxikationen) sollte Acetylcystein parenteral verabreicht werden.
Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, die orale Initialdosis um ca. 50% zu steigern.
Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden.
Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich
nach Ausmaß, Stadium und klinischen Symptomen entsprechend den üblichen Maßnahmen in der
Intensivmedizin.
Die Therapiemöglichkeiten zur Behandlung der Intoxikationssymptome von ASS und Coffein
entsprechen den üblichen Maßnahmen zur Verminderung der Resorption des Wirkstoffes
(Magenspülung und Gabe von medizinischer Kohle), Kontrolle des Wasser- und Elektrolythaushaltes
sowie der gestörten Temperaturregulation und Atmung.
Zentralnervöse Symptome und Krampfanfälle bei Überdosierung von Coffein können mit
Benzodiazepinen, eine supraventrikuläre Tachykardie mit ß-Rezeptoren-Blockern behandelt werden.

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